Montag, 2. August 2010

Herr Wachtmeister, Rekrut Chris meldet einen leichten Gehörschaden :D

Der heutige Tag war ein typischer Montag. Er hätte nach der Flaggenparade eigentlich mit Selbstverteidigung (was wir noch nie hatten bis jetzt) starten sollen, das wurde jedoch auf morgen verschoben und stattdessen gab es Sport. Erst 50 Minuten frei laufen und danach 10 militärische Liegestütz (also 20 normale).

Danach stand WuSchDi am Programm. Das ist normalerweise keine spektakuläre Aktion, aber heute war ewas anders. Zum einen haben wir K-Patronen (Knall Patronen) bekommen - Jeder 3 Stü
ck um das Laden und Entladen der Waffe besser üben zu können.

Wir haben uns also hinter der Unterkunft im freien aufgestellt und haben mit einem Wachtmeister geübt. Hauptsächlich haben wir alles wiederholt, das wir bis jetzt gelernt haben, aber da wir alle Munition in den Waffen hatten, war das ganze ein wenig angespannter.

Zu angespannt für manche - Der Kamerad, der genau links von mir gestanden ist, hat sich bei der Sicherheitsüberprüfung vertan und kurz nach der Meldung "Lauf frei, Sicherheit vorhanden!" einen Schuss 50cm von mir entfernt abgegeben. Wir hatten natürlich keinen Gehörschutz aber wir sind auch mehr vom Knall erschrocken als das es unserem Gehör geschadet hätte.

Der betroffene hat dann mit einem entsetzten Gesicht zum Wachtmeister geschaut und hat sich schon auf einiges gefasst gemacht, dass in kürze auf ihn zukommen würde.

Der Wachtmeister schaut ihn an und sagt mit einem Grinser: "Ich habe schon gesehen, dass sie etwas ungeschickt mit der Waffe hantieren und habe auch gemerkt, dass sich noch eine Patrone im Lauf befand. Ich habe das nicht unterbrochen, da ich ihnen den Schreck nicht vorenthalten wollte - ab jetzt werden Sie immer den Lauf ausschwenken, da bin ich mir sicher!"

Der Rest vom Wuschdi verlief ohne probleme :)

Nach dem Mittagessen bekamen wir eine Einführung in das Funken mit Funkgeräten, die aussahen als wären sie im zweiten Weltkrieg schon alt gewesen. Aber sie haben sich angeblich rentiert und seien gute Geräte, also was solls. Der Unterricht dauerte nur kurz und danach hat es geheißen sollten wir aus dem Soldaten (Buch, Leitfaden) alles über das Funken nachlesen, dies würde dann geprüft werden - was jedoch nicht geschah.

Als letztes stand noch die Kontrolle der Ausrüstung am Programm. Das hat ungefähr so ausgesehen: Der Zugskommandant hat alle mit dem Spaten austreten lassen, hat bei jedem geschaut, ob er rostet, wenn ja hat er gesagt man solle ihn mit Öl einfetten und das wars. Danach mussten wir die schweren Feldstiefel herausholen und er hat sie überprüft und das wars wieder :)

Die abschließende Ansprache war sehr interessant: "So meine Herren. Gleich im Anschluss: Dienstschluss! Diese Woche wird hauptsächlich im Zeichen der Wachausbildung stehen, wie Sie dem Dienstplan entnehmen können. Der heutige Tag wurde etwas bunter zusammengemischt, da es ja ein richtiger Montag werden sollte und damit Sie wieder merken, dass Sie hier beim Heer sind und nicht im Kindergarten. Guten Abend wünsche ich noch!"

Samstag, 31. Juli 2010

Schießen, Blutspenden und wir bleiben doch noch..

Am Donnerstag waren wir für die 5. bis 8, Schulschießübung wieder auf dem Schießplatz nahe Wien. Die getragene Ausrüstung war KAz 03/1 (Also mit Helm, Waffe, Kampfgeschirr usw..)

Zum Munitionsausfassen mussten wir uns zu einer Reihe vergattern und mit unserer Kappe in der Hand zu einem Schalter gehen. Der Schalter war eigentlich ein Fenster dessen Rand auf Augenhöhe abgeschlossen hat. Dahinter saß ein älterer Mann und sein Schreiber. Beide hat man nicht sehen können, da man sich hätte runter beugen müssen. Aber das war auch nicht wichtig.

Man kommt also zu diesem Schalter hin, legt seine Kappe hin und sagt "Herr Vizeleutnant, Rekrut Chris meldet sich zum Ausfassen der Munition für die 5. bis 8. Schulschießübung". Der Schreiber schreibt sich dann auf, welcher Rekrut wie viele Patronen erhalten hat und der Vizeleutnant schmeißt daraufhin die Patronen in die vorgelegte Kappe. Danach schnell nehmen und abtreten zum Aufmagazinieren.

Jeder Rekrut hat insgesamt 40 Patronen bekommen. Jeweils 10 für die einzelnen Übungen.

Geschossen wurde diesmal auf eine Distanz von 10 Meter auf ovale, horizontalte und vertikale Balken.

Meine Trefferquote war wie folgt:

  1. Übung: 10/10
  2. Übung: 6/10 (Bin kurz auf Dauerfeuer hängen geblieben ^^.. der Dauerfeuermechanismus vom STG is ein schaß)
  3. Übung: 10/10
  4. Übung: 9/10

Nach dem Ausfassen der Kaltverpflegung durften wir im Schatten warten, bis alle anderen fertig waren. Das hat sich ungefähr 5 bis 6 Stunden gezogen.

Nach der Rückfahrt im Truppentransporter durften wir dann stundenlang unsere Waffen putzen, was extrem nervig ist, da dieses verdammter STG einfach nicht sauber wird. Dann hat man endlich ein paar Teile sauber, setzt sie zusammen, nimmts nochmal auseinander und es ist wieder so dreckig als hätte man gerade damit geschossen.

Am schlimmsten verdreckt die Gasdruckeinrichtung, da diese durch eine Anbohrung im Lauf direkt den Pulverrückständen und der Hitze ausgesetzt ist.

Nach dem Putzen der Waffe hatten wir Dienstschluss :)


Der Freitag war auch sehr angenehm. Es hat zwar geschüttet aber da für diesen Tag Blutspenden angesagt war, gab es den ganzen Tag nur diese Aktion.

Letzte Woche hatten wir schon eine 1 1/2 stündige Einweisung in die Thematik "Blutspenden". Es wurden hauptsächlich medizinische und statistische Daten besprochen. Aber als ich gestern gelegen bin mit einer 12cm langen Nadel in meinem rechten Arm habe ich mir gedacht, dass wir bei der Angelobung geloben mussten, dass wir Österreich helfen und es schützen und so.. aber das einzige, das wir in der Praxis machen um Österreich bzw dem Volk zu helfen ist Blutspenden.

Insofern empfand ich es als positive Abwechslung, ich bekam meine Blutgruppe endlich in meine Erkennungsmarke gestanzt, Mannerschnitten und gratis Cola UND wir hatten sonst nichts zu tun. Um 14 Uhr war Dienstschluss und wir durften uns ins Wochenende verabschieden :)

Wir sind also noch mit Sicherheit 2 weitere Wochen in dieser Kaserne bevor wir den Marschbefehl bekommen und es haben uns nur die LKW Fahrer und die zukünftigen Sanitäter für immer verlassen (was auch ein Organisationschaos war, da diese natürlich ihren gesamten Spind packen mussten und ihre Waffe abgeben, etc..)

Mittwoch, 28. Juli 2010

Heute: Dienstfreistellung :)

Ganz recht! Heute war ich wegen einem Bitt-Rapport nicht im Dienst. Ich habe beantragt, dass ich von 08:00 bis 18:00 Dienstfrei kriege um private Dinge zu erledigen aber der Spieß hat gesagt ich bekomme den ganzen Tag frei, muss nicht in der Kaserne schlafen und kann dann heute kommen wann ich will (aber spätestens zum Zapfenstreich um Mitternacht)

Also mach ich mich gleich auf den Weg in die Kaserne :)

Meine Kameraden hatten heute Gefechtsdienst. Selbigen wie der, von dem ich letzte Woche berichtet habe. Bin gespannt was sie darüber erzählen werden.

Morgen haben wir den ganzen Tag Schießdienst für die 5. bis 7. Schulschießübung in Stammersdorf nahe Wien :)

[UPDATE]
Ich hatte offensichtlich großes Glück, nicht am Gefechtsdienst teilnehmen zu müssen, da diesmal in schwerer Montur gegangen wurde und es viele Ausfälle gegeben hat. Der letzte Teil des Weges wurde gelaufen und das ist mit der gesamten Ausrüstung eher eine Qual. :)

Dienstag, 27. Juli 2010

Zu früh gefreut?

Unser Gruppenkommandant ist heute aus dem Urlaub zurück gekommen. Er war seit letzten Donnerstag weg und wir waren etwas unorganisiert und unkontrolliert. Aber wie gesagt er ist wieder da und wir haben die Gelegenheit genutzt um ihn zu fragen wie es denn jetzt wirklich aussieht mit dem Marschbefehl in die neue Kaserne.

Er meinte, er wüsste es nicht genau, hat aber irgendwo gehört, dass wir die vollen 6 Wochen bleiben. Demnach wären wir also noch diese und danach zwei weitere Wochen in der Kaserne zur Grundausbildung bevor wir an unsere endgültigen Stellen versetzt werden würden.

Typische Militärkrankheit: Keiner weiß bescheid und keiner weiß, wer bescheid weiß :)

Der heutige Tag war so weit okay. In der Früh haben wir beim Sport Fußball spielen dürfen (ich bin zwar absolut kein Fan davon, fand es aber eine gelungene Abwechslung zum 45 minütigen laufen, dass uns bevorgestanden hätte) und das hat den meisten gefallen. Danach hatten wir Exerzierdienst und haben die Kommandos noch einmal alle gefestigt und "Kurzer Schritt" gelernt. Dabei macht man einfach Minischritte und das wird meistens kurz vor einem Anhalten des Zuges gemacht.

Nach dem Exerzieren stand ABC Übung am Dienstplan. Schon beim Lesen dieser drei Buchstaben haben manche aus meinem Zimmer einen leichten Brechreiz bekommen. Ich hingegen war ja so klug mir gestern Abend einen Anzug zu holen, ihn zu waschen und zum trocknen aufzuhängen. Das hat erstaunlich viel gebracht und war das klügste überhaupt :D

Alle Zimmer mussten am Gang antreten für die ABC Übung. Aber nicht im normalen Dienstanzug sondern Kampfanzug 03/1 (Dienstanzug + ABC Maskentasche + Kampfgeschirr mit voller Feldflasche + Stahlhelm + Gewehr). Danach wurde laut "ABC ALARM" gerufen und die ersten Zwei zimmer die den Anzug + Maske + Kampfgeschirr + Helm + Waffe getragen haben und angetreten sind, haben an den Übungen nicht mehr teil nehmen müssen.

Unser Zimmer war leider des öfteren im fragwürdigen Genuss des ständigen an- und ausziehens der Ausrüstung. Und als nur mehr zwei Zimmer am Gang waren, wurde abgebrochen, da wir ungefähr gleich gut waren.

Nach dem Mittagessen gab es noch WuSchDi (Waffen und Schuss Dienst) und danach mussten wir am Gang antreten ohne zu wissen, was auf uns zu kam.

Das lief dann so ab: "Meine Herren, wir haben Sie hier antreten lassen, um Sie darüber zu informieren, dass vor ungefähr einer Stunde die Österreichische Botschaft in Tschechien Ziel einer Brandstiftung geworden ist.
Dadurch haben sich Unruhen an der Grenze gebildet und dieser Zug wurde ausgewählt um die Grenze zu sichern. Zu diesem Zwecke packen Sie KAz 03/5 (GESAMTER SPIND in einem Sack + Rucksack + Geschirr + Helm und Waffe), ziehen Ihre Bettbezüge ab, räumen Ihre Privatsachen in Ihre Sporttasche, diese kann dann später von angehörigen abgeholt werden, denSack mit dem Inhalt Ihres Spindes stellen Sie vor Ihr Bett und treten am Gang in 30 Minuten an.
Wir werden danach die Kaltverpflegung ausfassen und danach mit einem Truppentransporter direkt zur Grenze gebracht werden. DURCHFÜHREN! BEEILUNG MEINE HERREN!!"

Das war eine extrem nervige Übung, da wir schon beim Einräumen die ganze zeit im Hinterkopf hatten, dass wir ja alles aus dem Sack dann wieder in den Spind einräumen- und die Spindordnung wiederherstellen müssen.

Das ganze Spektakel hat sich aber als relativ harmlos herausgestellt und Zeitdruck war auch keiner. Danach war Gottseidank sofort Dienstschluss :)

Montag, 26. Juli 2010

Ein Ende ist in Sicht!

Wenn auch nicht das Ende des Wehrdienstes, aber das Ende der Grundausbildung ist jedenfalls in Sicht. Heute hat die vierte Woche der GA angefangen und wenn man den wagen beschreibungen eines Battalionskommandanten deutet, wird diese Woche die letzte sein.

Das würde Sinn machen, da uns ja von anfang an gesagt wurde, dass wir eigentlich nur für die Angelobung ausgebildet werden. Darum hat es uns auch sehr gewundert, dass wir heute Exerzieren am Dienstplan stehen hatten. Allerdings haben wir ein wichtiges Kommando gelernt: VERGATTERUNG

Das ganze sieht so aus: Ein Haufen von Rekruten (angenommen vom zweiten Zug) stehen wild verstreut auf einem Platz in einer Menschentraube. Der Kommandant will Ordnung hinein bringen darum schreit er laut: "Zweiter Zug auf mein Kommando... ZWEEEEIITEEEER - - - ZUG!"

Beim Wort "ZUG" müssen wir uns in der Grundstellung (Habt Acht) hinstellen mit Blick zum Kommandanten. Sprechen ist strengstens verboten.

Danach sagt er, was er eigentlich will. Zum Beispiel: "Linie zu vier Gliedern... VERGATTERUNG"

Danach dreht sich der Kommandant um oder stellt sich wo hin und wir müssen hinter ihm den Befehl ausführen. In diesem Fall eine vierer Reihe.


Außerdem wurden wir heute noch ordentlich gequält mit ABC Übungen in den stinkenden, schwitzigen anzügen, die von ungefähr hundert anderen Rekruten vor mir voll geschwitzt wurden. Von denen habe ich glaube ich schon öfters geschrieben :)

Diesmal haben sich drei leute fast angespieben.. morgen wird das ganze nochmal wiederholt.. mal sehen wie das diesmal ausgeht.

Ich war jedenfalls so weitsichtig und habe mir vorher einen Anzug geholt, habe ihn umgestülpt und in der Dusche gewaschen mit seife und parfum und morgen früh wird er noch mit deo eingesprüht damit der Brechreiz minimiert wird.

Die Woche ist an sonsten relativ angenehm. Morgen noch normal, Mittwoch Gefechtsübung an der ich nicht teil nehme, da ich heute einen Rapport beantragt habe, Donnerstag gehen wir wieder scharf schießen und am Freitag ist Blutspenden und jeder der spendet darf um 13h ins Wochenende :)

Und wenn ich den Kommandanten heute früh richtig verstanden habe, bekommen wir dann den Marschbefehl in die Kaserne in die wir eigentlich kommen sollten. :) Es bleibt vorerst spannend

Sonntag, 25. Juli 2010

Die Angelobung

Lange haben wir geübt, wurden gedrillt und gewetzt nur um bei der Angelobung nicht zu versagen. Es waren Züge aus drei Kasernen beteiligt, diese haben wir allerdings erst vor Ort kennen gelernt. Eine Stunde vor der Angelobung gab es noch eine Generalprobe in einer Kaserne nahe des Ortes, in dem die Angelobung statt gefunden hat.



Die Generalprobe verlief problemlos und der Himmel war relativ stark bewölkt. Wir haben alle gebetet, dass während der Angelobung keine Sonne scheint, da durch die Hitze und das ruhig stehen der Kreislauf eher zusammen brechen könnte als ohne Hitze.

Die Götter waren uns allerdings gnädig, da wir während der Angelobung einen wolkenbedeckten Himmel und kurz sogar ein angenehmes leichtes nieseln hatten. Das stundenlange still stehen war zwar anstrengend, aber durchaus erträglich und es hat keinen einzigen Rekruten umgehaut.



Die einzigen Vorkommnisse waren eine Katze, die zwischen den Rekruten herum gelaufen ist, ein Kind das zu den Soldaten gelaufen ist und von einer Wache dann weggetragen wurde und ein Soldat der Garde, der das Magazin seiner Waffe verloren hatte und die restlichen Kommandos ohne machen musste.



Die Angelobung an sich war sehr schön und nach meinem Gelöbnis, Österreich mit der Waffe und meinem Leben verteidigen zu müssen bin ich froh bis jetzt alles gut überstanden zu haben.

Die kommende Woche wird sehr interessant werden, da wir ein reines Übergangskontingent sind und eigentlich nur für die Angelobung ausgebildet wurden, da der gesamte Zug in andere Kasernen aufgeteilt wird. Außerdem ist die Hälfte unseres Zuges diese Woche wegen der Kraftfahrerausbildung weg. Statt 12 sind wir jetzt nur mehr 7 in unserem Zimmer. Ich bin gespannt wie es weiter geht und ab wann wir in unsere Destinationskasernen kommen.


Donnerstag, 22. Juli 2010

Exerzieren, exerzieren und exerzieren

Na gut so extrem wars auch nicht. In der Früh waren wir im Sportanzug "Kurz" frühstücken da gleich danach der Sport begonnen hat. Der Sport war okay, wir haben als erstes die "Goldenen 5" Dehn- und Aufwärmübungen gemacht und danach 12 Übungen für die wichtigsten Muskeln im Körper.

Nach diesen Übungen gab es ein 45 minütiges freies laufen bei dem jeder sein tempo laufen konnte. Das wurde auch nicht kontrolliert oder so, das Laufen ist für jeden selbst als Übung gedacht.

Nach dem Sport wurden wir in den Lehrsaal geschickt wo wir den Erste Hilfe Test mit 25 Fragen machen mussten. Das Ergebnis erfahren wir in den kommenden Tagen. Ein negatives Ergebnis hätte eine Nachschulung am Samstag als Konsequenz. Außerdem müssen alle Kraftfahrer die Prüfung bestehen um an der Kraftfahrerausbildung teilnehmen zu können.

Später haben wir dann in der gesamten Batterie exerziert um für die morgige Angelobung zu üben. Wir wurden auch von einem Trommler begleitet, der uns den Schritt-Takt vorgegeben hat.

Das Exerzieren hat sehr gut funktioniert obwohl es extrem heiß war. Trinken durften wir während der Exerzierübungen auch nicht und wir wurden sehr genau darüber informiert, was alles passieren kann bzw wie man sich verhalten soll wenn jemand bei der Angelobung wegen der Hitze umfliegt. Wenn vor uns jemand umfliegt, sollen wir ihn auffangen, nach hinten ziehen zu den Sanis, währenddessen füllen die hinten stehenden die Lücken auf und der "Retter" stellt sich hinten wieder dazu.

Wir sollen pro Tag 3 Liter wasser trinken um fit für das 3-stündige still stehen in "Habt Acht". Mineralwasser, Cola, Traubenzucker etc ist zu vermeiden, da diese dem Körper das Wasser entziehen, das wir bei 30-37°C ausschwitzen werden. Alles weitere sehen wir dann morgen. Um 11 gehts zur Angelobung und um 21h sollten wir wieder in der Kaserne sein. Das wird ein harter Tag..

Vor Dienstende gab es heute noch eine Zimmer- und Spind visite. Unser Zimmer war vom Exerzieren so fertig, dass wir nicht mehr aufgeräumt haben. Der Zugskommandant ist dann überraschend bei uns im Zimmer aufgetaucht, sieht sich um, sieht einen Luftballon von MC Donalds, einen SpongeBob Strohhalm auf einem Bett und eine Waffe samt Kampfgeschirr auf einem anderen Bett (Alles strengstens verboten). Er sieht sich also um, fängt an zu lachen, schüttelt den Kopf und geht aus dem Zimmer. Wir bekamen keine Strafe oder ähnliches. Er hat es scheinbar wirklich nur lustig gefunden :)